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Sandy und Bea
-Hundegestützte Pädagogik in der Schule-

Sandy und Bea


Bea Sandy

Bea -----------------Sandy

Seit Juni 2008 unterstützt die Berner-Sennhund-Mixhündin Bea Sandy und Frau Agsten im Unterricht an der Brabeckschule.

Bea ist am 3. April 2008 geboren und braucht deshalb noch viele Ruhephasen, damit die Schule nicht zu anstrengend für die wird.

14.05.2009 Iserlohner Kreisanzeiger

Presse_09-05-14

 

04.07.2008 Iserlohner Kreisanzeiger

Presse_08-07-04

Was soll ein Hund eigentlich in der Schule werden sich einige Eltern und Schüler fragen. Deshalb sollen hier kurz einige Aspekte der Tiergestützten Pädagogik erläutert werden.

Näheres erfahrt ihr auch unter:
www.schulhundweb.de
oder in dem Buch
Lydia Agsten: HuPäSch - Hunde in die Schulen und alles wird gut ! ? Norderstedt 2009
 

1. Der Hund als Brücke zu positiverem Sozialverhalten

Sandy mit Kind

  • Die meisten Schüler gehen (wenn sie keine schlechten Erfahrungen gemacht haben) sehr viel schneller und problemloser auf einen Hund zu als auf einen unbekannten Mitmenschen. Besonders isolierte Schüler werden so aus ihrer Einsamkeit geholt.
  • Kinder sind auch viel schneller bereit Rücksicht auf das Tier zu nehmen als auf ihre Mitschüler.
  • Durch die gezielte Beobachtung der Körpersprache des Hundes lernen die Schüler auch die Körpersprache und Mimik ihrer Mitmenschen genauer zu beobachten.
  • Sie lernen auch ihre Körpersprache bewusster einzusetzen.
  • Der Hund reagiert bei Auseinandersetzungen zwischen Schülern sofort spontan und zeigt ihnen durch seine Reaktion (Aufspringen; bei massiveren Attacken: Bellen), dass sie zu weit gegangen sind. Ein Eingreifen des Lehrers ist in der Regel nicht erforderlich.

Sandy in der Klasse

2. Der Hund als Hilfe zum Aufbau des Selbstbewusstseins
und als Entspannungshilfe

Sandy liegend mit Kind

  • Die Zuwendung des Hundes baut das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein der Schüler auf. Sie fühlen sich von ihm ohne Einschränkungen angenommen, egal wie sie aussehen oder was sie leisten können. Der Hund ist viel mehr als der Mensch darauf bestrebt sich anzupassen, da er ein Gruppenwesen ist.
  • Durch die direkte Befolgung des Hundes von einfachen Befehlen wird das Selbstbewusstsein der Schüler zusätzlich aufgebaut. Sie sind stolz darauf, dass der Hund auf sie hört und der Hund hat eine Aufgabe, die er gern erfüllt.
  • Der Hund hat keine besonderen Erwartungen an den Schüler und so haben sie durch ihn keinen Stress.
  • Über das Streicheln des Hundes werden nachweislich Stress, Trauer, Aggressionen oder Depressionen bei den Schülern abgebaut. Sie werden von ihren eigenen Problemen abgelenkt, entspannen sich und können so besser lernen.
  • Die tägliche Konfrontation mit dem Hund hilft Ängste abzubauen und hat dafür gesorgt, dass kein Schüler mehr in Panik flüchtet.

Sandy an der Tafel

3. Der Hund als Kommunikationsförderer

Sandy in der Gruppe

  • Ein Hund reagiert viel intensiver als ein Mensch auf die Körpersprache der Schüler und ihre Ausstrahlung. Er weiß vor uns ob sie Angst, Aggression, Depression oder Stress ausstrahlen und reagiert entsprechend.
  • Mit einem Hund sprechen alle Schüler ungezwungener.
  • Über den Hund findet auch mehr Kommunikation zwischen den Schülern statt.
4. Der Hund als Hilfslehrer für den richtigen Umgang
mit anderen Hunden und Tieren

Sandy im Stuhlkreis

  • Der regelmäßige Umgang mit dem Hund führt dazu, dass Schüler seine Körpersprache besser interpretieren lernen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den allgemeinen Umgang mit Hunden.
  • Sie lernen, dass ein Hund mehr auf Körpersprache als auf viele gesprochene Worte reagiert.
  • Die Schüler lernen, dass viele Aggressionen des Hundes durch den Menschen hervorgerufen werden
  • Indem den Schülern bewusst wird, dass sie Rücksicht auf ihn als Lebewesen nehmen müssen, kommt es hoffentlich allgemein zu weniger Tierquälereien.

Sandy entspannt

Sandy ist regelmäßig seit Oktober 2002 in der Brabeckschule. Sie gehört Frau Agsten und ist deshalb überwiegend in der Werkklasse. Ursprünglich kommt sie aus einem Tierheim in Assisi in Italien (Tierhilfe Aurora) und ist ein Barsoimischling.

Auch nach drei Jahren in der Schule gibt es nur positive Reaktionen auf den Hund. Anfängliche Bedenken, dass ein Hund das Schulleben stört, haben sich deutlich ins Gegenteil umgekehrt. Lehrer, Schüler und Eltern sehen die positive Auswirkung, die ein netter Hund auf die Atmosphäre in der Schule hat.

Besonders für neue Schüler mit einer negativen Schulerfahrung symbolisiert der Hund eine andere Art von Schule.

Es stellte sich heraus, dass Sandy viele positive Punkte für einen Schulhund besitzt:

  • 65cm hoch
  • keinerlei aggressive Ausstrahlung
  • am Menschen orientiert
  • kein Herdenschutztrieb
  • gehorsam
  • ruhiges Wesen
  • absolut verträglich mit Kindern und anderen Tieren
  • keinerlei Beißansätze
  • nicht bellfreudig
  • nicht sehr geräuschempfindlich
  • mittellanges weiches Fell zum Streicheln
  • geringe Speichelabsonderung

Ihr ruhiges Wesen, ihre völlige Aggressionslosigkeit und ihre starke Bindung an Frau Agsten ermöglichen einen reibungslosen Unterricht. Durch kleine Gesten agiert sie als Hilfslehrer und unterstützt so das allgemeine Klassenklima oder einzelne Schüler sehr ositiv.

Sandy kann über längere Zeit allein in der Klasse bleiben, wenn sie nicht mit in die Küche (Hygiene) oder in die Turnhalle (häufig extremer Lärmpegel, vibrierender Hallenboden) kann, Problemlos absolviert sie eine Schultag von 8 bis 13 Uhr. Dabei ist es natürlich wichtig, dass sie sich immer auf ihren Ruheplatz zurückziehen kann, wo sie niemand stört!

Sandy mit Schuelern


 

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